Deutsche Orchideen-Gesellschaft e.V. - Gruppe Berlin

3 Tage gen Westen

Gruppenfahrt im Jahr 2013

Auf unserer diesjährigen Gruppenfahrt zog es uns gen Westen.

Am 14.06.13 pünktlich um 8.00 Uhr begann unsere Reise, nicht wie im wilden Westen im Planwagen, sondern im modernen Reisebus der Fa. Überlandverkehr.
Der erste Halt war der Botanische Garten Herrenhausen mit seinem Orchideen Schaugewächshaus. Leider war eine Führung durch die separate Orchideensammlung aus zeitlichen Gründen nicht möglich.

Herrenhauser Garten

Aber die hier gezeigten Orchideen sprechen Bände für die herausragende Kultur und die Artenvielfalt dieser Sammlung.
Es war ja noch die Blütezeit der Laelia purpurata und der Disa, deren verschiedene Varietäten nebeneinander sowie auch die unterschiedlichsten Stanhopeen blühend gezeigt wurden.

Wir mussten aber  weiter, denn der nächste Halt war wieder etwas weiter westlich und es erwartete uns die Gärtnerei Röhl.
Nach einem herzlichen Empfang und der Einladung zu Kaffee und Kuchen durften wir die Gewächshäuser erkunden. Die Spezialität sind unter anderem Masdevallia veitchiana und Masdevallia coccinea, die in allen Varietäten hier erfolgreich kultiviert werden. Zu unserem Glück haben wir genau die Hauptblütezeit mit unserem Besuch abgepasst. Eine Farbenpracht in allen Rot- und Violetttönen.

Nach gut zwei Stunden hieß es dann Abschied nehmen, da wir pünktlich in unserem Hotel in Neukirchen-Vluyn zum Grillbuffet sein mussten.
Eine freudige Überraschung, von der wir vorher nichts wussten, erwartete uns noch im Hotel.

Es waren unsere Gruppenmitglieder Karin und Horst Husarzewski, die jetzt in Spanien leben. Eine tolle Überraschung!!
Am nächsten Morgen ging es schon um 9.00 Uhr los, da ein strammes Programm vor uns lag.

Der Treck machte seine erste Rast bei der Orchideengärtnerei Holm. Nach der Begrüßung durch Marco Holm konnten wir dann unsere „Vorräte“ an Orchideen auffüllen. Hier fanden wir Naturformen und Hybriden in einer großen Artenvielfalt von der Jungpflanze bis zur blühfähigen oder blühenden Pflanze.
Aber noch nicht genug. Wir fuhren weiter zum nächsten Rastpunkt, der Orchideengärtnerei Bremken. Die 4 oder sind es 5ha unter Glas(?) an Phalaenopsis in Reinkultur verschlugen einem die Sprache. Von der Kreuzung über Sämling bis zur blühenden verkaufsfertigen Pflanze konnten wir alles begutachten. Herr Bremke führte uns in seiner lockeren Art durch seinen zertifizierten Betrieb. Daher waren weiße Schutzanzüge und eine Handdesinfektion Pflicht.
Als Kontrastprogramm zu den Orchideen ging es ab zum Spargelhof Allofs, auf dem wir uns in die Geheimnisse der Spargelkultur einweisen ließen und auch welchen kaufen konnten.

Schmugglerfest

Im Anschluss besuchten wir das Schmugglerfest in Walbeck. Der Ortskern war hier in die Zeit um 1920 von den Bewohnern zurück versetzt worden als der Schmuggel mit den nahen Niederlanden noch blühte. Hier konnten wir uns an selbstgebackenem Kuchen und frischem Kaffee laben.
Am Abend ging es in die Poststube in Walbeck, in der wir es uns mit einem Spargelbuffet gut gehen ließen.

Am Sonntag früh hieß es nach dem Frühstück schon wieder Abschied nehmen. Unser letzter Programmpunkt lag auf dem Weg nach Hause, die Gärtnerei Lucke. Hier erwartete uns Jörg Frehsonke mit seinem Team und einem großen Blech leckeren Erdbeerkuchens. Das Angebot reicht hier von Jungpflanzen aus eigener Vermehrung bis zur blühenden Orchidee und den Importen von brasilianischen Cattleyen der unterschiedlichsten Varietäten.
Nach diesem Stopp war der Kofferraum des Busses gut gefüllt mit Orchideen.

Wir möchten uns hier noch einmal bei allen Gärtnern für ihre Gastfreundschaft bedanken. Es hat uns allen sehr gut gefallen und wir kommen sehr gerne wieder.

Am frühen Abend waren wir dann wieder in Berlin am ZOB sicher und zufrieden angekommen. Nach einem herzlichen Abschied ging es mit der „Beute“ nach Hause.

Aber eine Frage ist zur Zeit unbeantwortet geblieben: Wo fahren wir nächstes Jahr hin?

Na mal sehen, wohin der Wind uns weht!