Deutsche Orchideen-Gesellschaft e.V. - Gruppe Berlin

Budapest EOC 2012

Diesmal stand zum ersten Mal eine fünftägige Gruppenreise auf dem Programm. Ein-, Zwei oder Dreitagesfahrten hatten wir schon organisiert, aber fünf Tage? Um es schon mal vorweg zu nehmen: Es ging alles gut und es war eine wunderschöne Reise!!!

Es ging in Berlin am 11. April, vom Zentralen Omnibusbahnhof, um 5.00 Uhr los. Als Gäste hatten wir Mitglieder der Gruppen Schleswig Holstein, Braunschweig und Dresden mit an Bord, auch die Kakteenfreunde waren wieder mit dabei.

Nach einer 14-stündigen Fahrt trafen wir am Abend in Budapest an unserem Hotel ein, wo wir dann mit landestypischer Begleitmusik unser Abendessen einnahmen.

Am nächsten Morgen ging es gleich zum EOC. Der EOC und die Orchideenausstellung fanden in einer der drei Ausstellungshallen im Syma Ausstellungszentrum statt. Mit einem Bändchen am Handgelenk versehen ging es hinein in die Ausstellung. Da wir schon früh dort waren, war es noch ziemlich leer. Das hatte den Vorteil, dass die Ausstellungsstände und natürlich auch die Verkaufsstände gut zugänglich waren. Man konnte sich in Ruhe die Orchideenschau ansehen und fotografieren sowie bei den Händlern ausgiebig nach Beute schauen. Meiner Meinung nach hatten sie ein reichhaltiges und interessantes Angebot. Die Ausstellung war etwas gewöhnungsbedürftig, da man doch viele Gärtner (aus Deutschland) mit ihren Schauständen vermisste. Dafür war ein großer Teil der Ausstellungsfläche von der Ungarischen Orchideengesellschaft gestaltet worden. Diese waren größtenteils ebenerdig und der Boden mit Stroh ausgelegt. Mal etwas anderes. Jeder, der da war, mag sich darüber sein eigenes Urteil bilden.

Ich vermisste dort leider an allen Schauständen die Highlights an Pflanzen. Es waren schöne Stücke dabei, aber für einen EOC?

Am Abend stand eine Fahrt auf der Donau auf dem Plan, um die Sehenswürdigkeiten Budapests mal von einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen.

Wir starteten die Fahrt in der Dämmerung und konnten so die Bauwerke einerseits im schönen Abendlicht und andererseits durch die umfangreiche Beleuchtung in der Nacht erleben. Ein Erlebnis, das allen wohl lange in Erinnerung bleiben wird.

Anschließend wechselten wir auf ein Restaurantschiff, um dort unser Abendessen (ein 3-Gänge Menü) einzunehmen. Währenddessen wurden wir von einer typischen ungarischen Musikgruppe musikalisch mit ungarischer und internationaler Musik unterhalten.

Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Frühstück mit dem Bus in die Puszta nach Lajosmizse zu Varga Tanya. Gegen Mittag trafen wir dort bei schönem Wetter ein. Ab der letzten Abzweigung wurden wir von einem Reiter in Landestracht zum Hof geleitet. Dort gab es zur Begrüßung ein Schnäpschen und ein frisches Brötchen. Bis zur Abfahrt unserer Kutschen konnten wir uns ein bisschen umsehen und erste Andenken im Souveniershop erstehen. Die Hunde dort wurden gleich in unsere Herzen geschlossen.

Aber dann begann die Kutschfahrt zu einem anderen typischen Bauernhof, wo wir Tiere wie Wollschweine, Ziegen mit gedrehten Hörnern und viele andere uns ansehen konnten. Wer noch immer kein Souvenir gefunden hatte, konnte die dort erzeugten Produkte (Wein, Wurst Schinken, Honig) nach einer Verkostung erwerben. Anschließend fuhren uns die Kutschen wieder zurück zum Hof Varga Tanya. Dort bot man uns eine Reiterschau und anschließend typische ungarische Kost. Als Vorspeise servierte man eine echt ungarische Gulaschsuppe, gefolgt von einer gemischten Bratenplatte. Was darf dazu nicht fehlen? Richtig! Wein und Musik, „made in Hungary“.

Nachdem wir dann den Nachtisch verspeist hatten und der eine oder andere die von uns im Laufe des Tages von ungarischen „Paparazzis“ gemachten Fotos erstanden hatte, fuhren wir zufrieden wieder zurück nach Budapest in unser Hotel.

Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung und man konnte Budapest unsicher machen. Am Samstag stand dann vormittags eine geführte Stadtrundfahrt auf dem Programm. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit, es war etwas frisch und regnerisch. Einige Ziele seien hier aufgeführt: Heldenplatz, Stadtpark, Fischerbastei und Zitadelle. Budapest ist eine sehenswerte Stadt mit vielen interessanten Bauwerken. An der Markthalle war dann die Stadtrundfahrt beendet und viele nutzten die Möglichkeit, um dort auszusteigen und diese zu besichtigen.

Am Sonntag hieß es dann um 8.00 Uhr abschied zu nehmen und die Heimfahrt anzutreten. Um 21.30 Uhr waren wir wieder heil in Berlin angekommen. Ich möchte mich noch einmal bei allen Mitfahrern bedanken. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit dieser „internationalen“ Gruppe diese Fahrt zu unternehmen und hoffe doch bei unserer nächsten Fahrt viele wieder bei uns begrüßen zu können. Auch bei unseren Fahrern Lutz und Wolfi möchte ich mich im Namen aller recht herzlich bedanken. Sie haben uns so angenehm hin- und zurückgebracht, da merkte man die Fahrzeit von doch 14 Stunden kaum.